02.Okt.2018 - Brawa E 44 / BR 144

 Brawa E 44 / BR 144

Lange war die Wartezeit. Immer wieder wurde die Ankündigung verschoben, doch jetzt ist sie endlich da: die Brawa E 44 in mehrere Varianten. Wir freuen uns über die DRG-Variante im privaten Fuhrpark. 

 
 
Auspacken
Die Lok kommt in der Brawa-typischen Umverpackung. So findet sich im gelben Umkarton die Kunstoffverpackung welche die Lok stabil und sicher schützt. Außergewöhnlich ist diesmal das Inlay selbst. Statt des üblichen Kunstoff-Einlegers, welcher die Lok seitlich hält, liegt die E 44 in einem zweigeteilten Rahmen (oben/unten) welcher die Lok vorsichtig und sicher fixiert. 


Optik - Erstmal genauer anschauen!
Brawa Loks zeichnen sich zumeist mit besonderer Detaillierung aus und so ist auch diese E 44 ein Augenschmauß. Der Druck ist ausgezeichnet und randscharf. Zahlreiche filigrane Anbauteile sind montiert und weitere liegen bei. Bremsschläufe, Leitern und Handläufe sind feinst ausgeführt. Keine Frage: Großartige Modellbaukunst, aber sehr griffempfindlich. 
Im normalen Betrieb jedoch sehr gut: Die Lok verliert nichts. Bei anderen Modellen wie z.B. der Hobbytrain Krukenberg SVT liegen peux a peux alle möglichen Teile auf den Schienen von denen man gar nicht wusste, dass sie abfallen können. Bei der Brawa E 44 bleibt alles wo es sein soll. 
Beim Anfassen muss man natürlich deutlich vorsichtiger sein als z.B. beim Minitrix-Modell aus den 70ern. 

Einen Vergleich mit dem knapp 40 jahre älteren Modell zu ziehen möchte ich an dieser Stelle übrigens bewusst nicht. Die Minitrix ist ein sehr sicheres Betriebsmodell, aber auch die Brawa zeigt sich hier sehr gut. Zwei Modelle mit Entwicklungen von 40 Jahren zu vergleichen, wäre nie "fair".

Technik
Endlich ein Brawa-Modell mit einer ausgezeichneten Stromabnahme (man denke nur an die E 77). Langsamfahrt über Weichenstraßen sind absolut kein Problem mehr. Das liegt aber tatsächlich an der pefekten Stromabnahme und eben nicht an den Schwungmassen. Denn diese haben - auch irgendwie typisch für unsere bisherigen Brawa-Erfahrungen - leider keinerlei Auslauf. 
Das Motorgeräusch ist traumhaft leise und kaum hörbar. Die LED-Beleuchtung ist für unseren Geschmack etwas zu schwach, lässt sich aber im Digitalbetrieb noch etwas aufblenden. 
Die Zugkraft ist mehr als ausreichend. Auch schwergängigere Waggons werden ohne Beanstandung die steilen Wendungen hochgezogen.

Die meisten neuen Modelle müssen ja in der Regel nicht geölt werden, bzw. sind meist ab Werk bereits hoffnungslos überölt. Ich persönlich bin auch kein Fan von Ölbädern, daher stört mich folgendes nicht: Die Achslager sind geschlossen. Wenn man die Schnecken oder Achsen ölen möchte, muss man ein bisschen Schrauben. Für eine Wartung, die ja nicht jeden Tag ansteht, ist das natürlich ein bisschen mehr Arbeit, aber kein Weltuntergang. 

Digital Decodereinbau
Das Gehäuse ist mit vier kleinen Rastnasen am Chassis befestigt. Die Konstruktion ähnelt dem Minitrix Glaskasten. Diese Nasen sollten vorsichtig mit einem Zahnstocher oder einem kleinen Schraubenzieher aufgeschoben werden. Das Einstecken des Decoders ist dann sehr einfach. Man sollte jedoch unbedingt noch die in der Anleitung empfohlenen Einstellungen (für D&H Decoder) vornehmen, da sonst - wie bei Brawa üblich - ein großes Kuddelmuddel an Funktionen statt findet. Nach der Programmierung sind alle Funktionen schnell sichtbar und machen richtig Spaß. 
 
Fazit
Endlich lieferbar! Und auf ganzer Linie ein Erfolg. Optisch großartig und auch die Fahreigenschaften überzeugen restlos. Für den aufgerufenen Preis (ab 140€, analog) eine Anschaffung wert.
 
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